Rund 50 % der Stellen fallen weg – BASF streicht Gentechnik zusammen

Quelle: Jost Maurin • taz • 26.02.2016

Der Konzern baut die Hälfte seiner Forschungsstellen in der Agro-Gentechnik ab. Umweltschützern zeigt das: Gentech ist out.

BERLIN taz/rtr | Der Chemiegigant BASF will weniger in die umstrittene Agro-Gentechnik investieren. Rund die Hälfte der derzeit etwa 700 Stellen in der Forschung und Entwicklung für die Pflanzenbiotechnologie würden abgebaut, teilte das Unternehmen mit. In Europa würden 180, in Nordamerika 140 Stellen wegfallen. […]

„Wir werden Projekte stoppen, die mit extrem hohen technischen Hürden verbunden sind und signifikante zeitliche und finanzielle Investitionen erfordern“, sagte BASF-Vorstandsmitglied Harald Schwager. Die Gentechnik-Forschung werde sich nun auf Sojabohnen konzentrieren, die resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel und Pilze sein sollen.

„Das Projekt zu mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren in Raps-Saatgut wird ebenfalls fortgeführt.“ Auch werde BASF weiter mit dem US-Konkurrenten Monsanto daran arbeiten, Mais und Soja ertragreicher und widerstandsfähiger zu machen. Projekte im Anfangsstadium für Pflanzen, die ertragreicher und widerstandsfähiger sind gegen Umgebungsstress, dagegen würden zurückgefahren, Vorhaben für ertragreichen Reis sowie pilzresistenten Mais sogar gestoppt.

[…] „Dass die BASF die Hälfte der Gentech-Forschungsstellen in Europa und Nordamerika streicht, zeigt: Sie stellt sich der Realität und rückt vom Hype um eine angebliche Zukunftstechnologie ab“, sagte die Gentechnik-Expertein des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Heike Moldenhauer, der taz. Die Firma behalte in Sachen Gentechnik nur noch ein Feigenblatt, „auch um ihren Aktionären nicht sagen zu müssen: Sorry, wir haben auf das falsche Pferd und viele Millionen in den Sand gesetzt.“ Bis auf Bayer würden alle großen Gentechnik-Unternehmen kränkeln.

In Deutschland werden – auch wegen des großen Widerstands in der Bevölkerung – seit 2012 keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut. Die Gegner befürchten, dass die Pflanzen umweltschädliche Monokulturen erleichtern und warnen, mögliche Gesundheitsrisiken seien nicht genügend untersucht worden. … ► weiterlesen

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Die Rückkehr der Sintflut – Wenn das ewige Eis schmilzt & Wie unsere Kinder leben werden

Quelle: YouTube-Video von dokunews1 • hochgeladen am 08.11.2013

Das Gesicht unseres Planeten wird sich in den kommenden 50 Jahren dramatisch verändern. Als Folge des Treibhauseffektes. Schon heute spüren wir die Auswirkungen des Klimawandels.

Doch unsere Kinder und Enkel wird die Katastrophe mit voller Wucht treffen. Wie wird sich ihr Leben verändern? Drei Szenarien, drei Familienschicksale geben darüber Aufschluss und erlauben einen Blick in die Zukunft, über die seriöse Klimaforscher schon heute erstaunlich präzise Aussagen machen können.

Jahr für Jahr fühlt Konrad Steffen dem vermeintlich Ewigen Eis Grönlands den Puls. Der weltbekannte Klimaforscher von der Universität Colorado macht sich keine Illusionen mehr: Innerhalb von nur 15 Jahren ist die Temperatur während der Wintermonate um bis zu fünf Grad gestiegen. Pro Jahr verliert Grönland das Eisvolumen der gesamten Alpen. Und nie zuvor waren die Klüfte im Eis so tief: Jene gewaltigen Risse, durch die unablässig wahre Sturzbäche von Schmelzwasser rauschen. Sie sorgen dafür, dass die Eismassen wie auf einem Schmiermittel in Richtung Meer abrutschen. Eine Tatsache, die bisher in keinem Klimamodell berechnet ist und deshalb ganz neue, vor allem erschreckende Erkenntnisse in sich birgt.

Faszinierende Bilder beweisen, wie eng auf unserem Planeten alle Klimaphänomene zusammenhängen: Dieselbe Erwärmung, die Grönland zum Schmelzen bringt, wird in Köln am Rhein schon in naher Zukunft für extreme Niederschläge sorgen, auf die niemand vorbereitet ist. In 30 Jahren wird sich die Hochwassergefahr mehr als verdreifachen.… ► weiterlesen

Textquelle: Phoenix

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Gift im Acker – Glyphosat, die unterschätzte Gefahr?

Quelle: YouTube-Video von wocomoDOCS • hochgeladen am 06.11.2015

Glyphosat ist weltweit der meistverwendete Unkrautvernichter auf unseren Äckern, aber auch in unseren Gärten. Sechs Millionen Kilogramm wurden alleine 2012 in Deutschland auf die Böden gebracht. Glyphosat ist billig und in jedem Gartengroßhandel zu kaufen. Angeblich völlig gefahrlos, sagen die einen, mit großen Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier, sagen die anderen. Großflächige Studien dazu gibt es nur von der Industrie. Sie wären für die einzelnen Ämter viel zu teuer. Eine Arbeitsgruppe für Krebsforschung der WHO hält das Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto, Syngenta und BASF für toxisch und wahrscheinlich krebserregend.

Glyphosat ist weltweit der meistverwendete Unkrautvernichter auf unseren Äckern, aber auch in unseren Gärten. Sechs Millionen Kilogramm wurden alleine 2012 in Deutschland auf die Böden gebracht. Glyphosat ist billig und in jedem Gartengroßhandel zu kaufen. Angeblich völlig gefahrlos, sagen die einen, mit großen Gesundheitsgefahren für Mensch und Tier, sagen die anderen. Großflächige Studien dazu gibt es nur von der Industrie selbst. Sie wären für die einzelnen Ämter viel zu teuer.

Aber Glyphosat hat bislang nur eine begrenzte Genehmigung in Europa, und in diesem Jahr ist das Bundesamt für Risikobewertung in Deutschland zuständig für die Verlängerung. Da platzte die WHO Meldung, ein generelles Verbot für Glyphosat zu fordern, mitten in die Entscheidungsfindung. Eine Arbeitsgruppe für Krebsforschung der WHO hält das Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto, Syngenta und BASF für absolut toxisch und wahrscheinlich krebserregend. Immer mehr Menschen und Tiere, die der Substanz ausgesetzt sind, erkranken – und es gibt eine große Zahl ungeklärter Fehlgeburten und Missbildungen, vor allem in Südamerika auch an Menschen, dort wo Glyphosat auf großen Monokulturen eingesetzt wird.

Kritische Wissenschaftler warnen seit vielen Jahren vor Langzeitschäden. Ihre Untersuchungen wurden aber von den Behörden nicht anerkannt.

„die story“ fragt nach, wie es sein kann, dass dieses Mittel seit 1974 ohne eine geprüfte Zulassung in Deutschland im Testbetrieb verlängert wird, obwohl es seit 10 Jahren Hinweise auf die Gefährlichkeit gibt? Sie begibt sich auf die Suche nach kranken Tieren und Menschen und fragt, wie die WHO nun zu den neuen Erkenntnissen kommt und wie das Bundesamt für Risikobewertung damit umgeht.

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Rainald Grebe – Der Asket

Quelle: YouTube-Video von Zensusklon01 • hochgeladen am 24.03.2015

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Prof. Heinz-J. Bontrup zur Politik der Schuldenbremse

Quelle: YouTube-Video von FloatingFlo • hochgeladen am 05.02.2015

Aufzeichnung des Vortrags zum Thema „Was steckt hinter der schwarzen Null? Wer profitiert von Ihr und wer nicht?“ von Prof. Heinz-J. Bontrup am 3.2.2015 im Rieckhof.

Prof. Dr. Heinz Bontrup ist Lehrender an der Westfälischen Hochschule und Sprecher der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik (Memorandum-Gruppe). Er vertritt, dass ‚Schuldenbremsen‘ ein ziemlich unsinniges Werkzeug sind und dass das Schuldenmachen eines Staates per se nicht unbedingt ein Übel ist. Im Gegenteil: „Ein Staatshaushalt ist kein Privathaushalt und somit nicht mit dem eines privaten Haushalts oder Unternehmens vergleichbar.“ Es kommt darauf an, wofür Schulden gemacht werden.

„Macht man sie etwa, um die Infrastruktur zu modernisieren und investiert in die Bildung, dienen sie gar späteren Generationen und schaden unseren Kindeskindern nicht, wie stets einseitig behauptet wird. Von der Behauptung der Staat würde ‚über seine Verhältnisse leben‘ und künftige Generationen belasten bleibt bei näherer Betrachtung nichts übrig.“

„Auch Sparen allein ist keine Lösung. Der Staat ist eben alles andere als eine ’schwäbische Hausfrau‘. Wird Sparen allein zur fixen Idee (noch dazu für ganz Europa als bittere Medizin verordnet!) führt es den Staat – wenn dieser nicht antizyklisch in der Krise investiert – in die ichere Rezession.“

Literatur: Heinz-J. Bontrup, Der diskreditierte Staat. Alternativen zur Staatsverschuldung und zu Schuldenbremsen. pad-Verlag/Bergkamen.
Einleitung und Moderation: Sabine Boeddinghaus, Fraktionsvorsitzende der LINKEN in der Harburger Bezirksversammlung

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