Schlagwort-Archive: Wachstumsgesellschaft

Die Waldwirtschaft im Stadtwald Lübeck

Quelle: YouTube-Video von Stadt Lübeck • hochgeladen am 09.06.2015

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Naturschutzverbände zum Lübecker Waldkonzept

Quelle: YouTube-Video von Hansestadt Lübeck • hochgeladen am 21.04.2016

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Naturnahe Waldwirtschft Stadtwald Lübeck

Quelle: YouTube-Video von Hansestadt Lübeck • hochgeladen am 17.02.2016

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Harald Welzer: Unsere Freiheit ist bedroht, Sternstunde Philosophie vom 29.03.2015

Quelle: Yves Bossart • SRF • 29.3.2015

Die digitale Welt zeigt totalitaristische Tendenzen und bedroht zunehmend unsere Freiheit, sagt der Soziologe Harald Welzer. Deshalb ruft er zum kreativen Widerstand gegen die Überwachung auf.

Immer mehr Daten werden über uns gesammelt. Google, Facebook, Amazon und Co. machen uns zu gläsernen Bürgern und wissen bald mehr über uns als wir selbst, sagt der Soziologe Harald Welzer. Denn je mehr Daten über uns die Internetkonzerne anhäufen, desto genauer können sie unsere Entscheidungen vorhersagen und steuern. In der Regel gilt nämlich: Wir kaufen diejenigen Produkte, die uns empfohlen werden. […] Internetkonzerne wie Google wollen, wie sie selbst sagen, die Welt verbessern und unser Leben angenehmer machen. Doch Welzer sieht darin eine «Weltverbesserungsdiktatur», die zwar freundlich daherkommt, aber den Anfang vom Ende bedeutet. […] Warum also wehren wir uns nicht? Welzers Antwort lautet: Weil es uns derzeit noch nicht weh tut. Weil die digitale Revolution unser Leben bequemer macht, die Technikfreunde ihren Spass haben und sich die Veränderungen prozesshaft und unbemerkt einschleichen. Die Frage ist also: Wie viel Selbstbestimmung wollen wir dem Spass opfern? … ► weiterlesen

Quelle: YouTube-Video von SRF Kultur • hochgeladen am 30.03.2015

Weniger ist mehr – Harald Welzer versus Robert Pfaller – SRF 05.01.2014

Quelle: YouTube-Video von nachdenk-bilder • hochgeladen am 05.01.2015

 
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Unsichtbare Hände – Sklaverei heute

Quelle: YouTube-Video von M.Molli • hochgeladen am 09.12.2015

Sklaverei ist heute erschreckend aktuell und weltweit ein boomendes Geschäft, denn ohne Sklavenarbeit wäre ein Großteil unsere Produkte, die wir im Alltag konsumieren erheblich teurer.

Offiziell ist die Sklaverei in der ganzen Welt abgeschafft. Doch diese Abschaffung existiert nur auf dem Papier. Formen moderner Sklaverei sind politische Gefangenschaft, Kinderarbeit, Rekrutierung von Kindersoldaten sowie die klassischen Formen der Leibeigenschaft und wirtschaftlichen Ausbeutung. Der renommierte Sklavenexperte Professor Kevin Bales von der University of Roehampton in London rechnet mit ca. 27 Millionen klassischen Sklaven weltweit. Neuere Schätzungen sprechen von 35 Millionen. Dazu kommen laut Hilfsorganisationen mehr als 100 Millionen Menschen, die in sklavereiähnlichen Verhältnissen leben.

Die Wenigsten vermuten, dass Produkte, die sie in Supermärkten und Warenhäusern kaufen, direkt oder indirekt aus einer Sklavereikultur stammen. In Wirklichkeit ist es aber so.

Kevin Bales erklärt: „Sklaven in Pakistan haben möglicherweise die Schuhe gefertigt, die Sie tragen, und den Teppich gewirkt, auf dem Sie stehen. Sklaven in der Karibik könnten dafür gesorgt haben, dass in Ihrer Küche die Zuckerdose gefüllt ist und Ihre Kinder Spielzeug haben. In Indien wurde vielleicht das Hemd genäht, das Sie am Leib tragen, und der Ring an Ihrem Finger poliert. Lohn erhalten diese Menschen dafür keinen.

Auch indirekt spielen Sklaven eine Rolle in Ihrem Leben. Sie haben die Ziegel für die Fabrik gebrannt, in der Ihr Fernsehapparat angefertigt wurde. In Brasilien haben Sklaven die Holzkohle hergestellt, mit der man den Stahl für die Federung Ihres Autos und die Schneide Ihres Rasenmähers härtete. Sklaven haben den Reis angebaut, von dem die Frau sich ernährt, die den wunderschönen Stoff für Ihre Vorhänge gewebt hat. Ihr Effektenportefeuille und Ihre Lebensversicherung werden von Unternehmen verwaltet, die Aktien von Firmen besitzen, die in den Entwicklungsländern Sklaven für sich arbeiten lassen. Sklaven halten Ihre Kosten niedrig und steigern die Rendite Ihrer Anlagepapiere.“

Die Liste von Bales lässt sich beliebig fortsetzen. Ob Smartphones, Playstation, Baumwolle oder Kakao. Die Elfenbeinküste ist der größte Kakaoproduzent der Welt. Rund 80% des Kakaos der Schokolade, die in europäischen Supermärkten verkauft wird, stammt von dort. Geerntet von Kindersklaven. Laut einem UNICEF -Bericht sollen in Westafrika pro Jahr rund 200 000 Kinder verschleppt werden. Viele davon in Sklaverei.

Doch Sklaverei ist nicht nur ein Problem ferner Armutsregionen, es gibt sie auch in Deutschland. Heike Raabe vom Projekt Zwangsarbeit des Berliner Instituts für Menschenrechte weiß: „Menschenhandel findet in Deutschland statt unter den Augen der Öffentlichkeit und hinter einer legalen Fassade. Also Betroffene haben zum Teil sogar ganz legale Papiere, Aufenthaltserlaubnis, Arbeitspapiere. Sie arbeiten auf öffentlich zugänglichen Arbeitsplätzen, wie Baustellen oder in Betrieben.“

War es früher vor allem Zwangsprostitution, so stoßen Ermittler heute immer öfter auf Sklaverei-Verhältnisse im Industrie – und Dienstleitungssektor. In der Fleisch verarbeitenden Industrie, in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in asiatischen Massagesalons und Nagelstudios. Die Strukturen ähneln der Zwangsprostitution. Falsche Versprechungen. Die Papiere werden ihnen genommen. Sie werden mit Gewalt bedroht. Fliegen sie auf, werden sie abgeschoben und durch neue Sklaven ersetzt. Der deutsche Rechtsstaat fühlt sich nicht zuständig. Allzu schnell wird die Schuld dem Verbraucher zugeschrieben, der in seiner „Geiz-ist-geil“-Kultur scheinbar der Nutznießer moderner Sklaverei sei.

Sklaverei ist weltweit geächtet und verboten, aber die Zahlen der Sklaven steigen trotzdem weiter. Es ist vor allem ein politisches Problem. Die USA verabschiedeten bereits unter Bill Clinton ein Gesetz, das Ländern, die nicht aktiv gegen Sklaverei vorgehen, mit Sanktionen drohte. Angeprangert wurden aber nur politisch unliebsame Regierungen. Sanktionen gegen Japan, das nichts gegen die rund 120.000 Sexsklavinnen im Land unternimmt oder die Vereinigten Arabischen Emirate, die als strategischer Partner zählen, wurden abgelehnt.

Auch hierzulande mangelt es an politischem Willen. Das Bundeskabinett hat erst im Juni 2011 den Entwurf eines Zustimmungsgesetzes zum Übereinkommen des Europarats zur Bekämpfung des Menschenhandels beschlossen. Nach sechs Jahren Beratungen. Denn bereits 2005 waren alle EU Länder aufgefordert worden, das Gesetz zu ratifizieren. Zähes politisches Prozedere um die elementarsten Rechte. Das Gerangel um eine gemeinsame europäische Strategie zur Bekämpfung der Sklaverei hält bis heute an – mit offenem Ende?

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